Projekthintergrund
Seit dem Jahr 2022 unterstütz das Kompetenzzentrum digitale Barrierefreiheit.nrw die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen bei der nachhaltigen Umsetzung der gesetzlichen Vorhaben zur digitalen Barrierefreiheit im Bereich Studium und Lehre.
Ziel
Unser Ziel ist die chancengleiche und gleichberechtigte Teilhabe von Studierenden mit Behinderungen an Hochschulbildung. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass sie die digitale Infrastruktur in Studium und Lehre barrierefrei nutzen können. Das Kompetenzzentrum unterstützt die Hochschulen in NRW dabei, digitale Barrierefreiheit nachhaltig umzusetzen.
Dafür sensibilisieren und qualifizieren wir einerseits die Hochschulen auf Leitungs- und Arbeitsebene zur Umsetzung digitaler Barrierefreiheit in verschiedenen Themenschwerpunkten und befähigen andererseits Studierende im Umgang mit moderner assistiver Technologie.
Struktur
Das Kompetenzzentrum ist an der TU Dortmund im Zentrum für Hochschulbildung (zhb) – Bereich Behinderung und Studium (DoBuS) – angesiedelt.
Unsere Arbeit gliedert sich in sieben Handlungsfelder:
Die Handlungsfelder (1) Assistive Technologie im Hochschulkontext, (2) Barrierefreiheits- und Usability-Testungen und (3) Wissens- und Qualitätsmanagement stellen das Fundament für sämtliche Angebote des Kompetenzzentrums dar. Die Aktivitäten in diesem Handlungsfeldern zielen darauf ab fortlaufend aktuelles und praxiserprobtes bzw. praxisrelevantes Wissen zur Umsetzung digitaler Barrierefreiheit und zum Einsatz assistiven Technologien in Studium und Lehre aufzubauen.
Die Handlungsfelder (4) Qualifikation und Information, (5) Beratung von und Kooperation mit Hochschulen und (6) Beratung von und Kooperation mit DH.NRW Projekten und hochschulübergreifenden Einrichtungen zielen darauf ab die Mitarbeiter*innen mit passgenauen Qualifikations-, Beratungsangeboten und Vernetzungsangeboten sowie Materialien auf der Arbeitsebene bei der Realisierung von digitaler Barrierefreiheit in ihren jeweiligen Arbeitskontexten zu unterstützen. Das Handlungsfeld (7) Hochschulpolitische Strategie zielt darauf ab, mit verschiedenen Maßnahmen die Leitungs- und Entscheidungsebene auf Hochschulebene sowie in den Hochschulübergreifenden Gremien weiter zu sensibilisieren und zu beraten, sodass die Umsetzung digitaler Barrierefreiheit auf der Arbeitsebene nachhaltig gesichert ist bzw. bleibt.
Zusammenarbeit mit Hochschulen und Projekten
35 NRW-Hochschulen haben erklärt, dass sie bei der Umsetzung der digitalen Barrierefreiheit mit dem Kompetenzzentrum zusammenarbeiten und einen oder mehrere Ansprechpersonen benannt. Diese Personen sind in ihren jeweiligen Arbeitsbereichen (z. B. Hochschulkommunikation, E-Learning bzw. Hochschuldidaktik, Beratung von Studierenden mit Behinderung) mit der Umsetzung digitaler Barrierefreiheit und/oder Beratung bzw. Bereitstellung von assistiver Technologie für Studierende mit Behinderung betraut.
Das Kompetenzzentrum organisiert umfassende Formate zum fachlichen Austausch und stellt zahlreiche Qualifizierungsangebote bzw. -materialien zur Verfügung, die durch die Ansprechpersonen gestreut werden und für die Arbeit an der eigenen Hochschule genutzt werden können.
Zudem arbeitet das Kompetenzzentrum eng mit verschiedenen Projekten bzw. Institutionen zusammen, damit diese Barrierefreiheit von Beginn an berücksichtigen können und Informationen zur Barrierefreiheit über die Projekte ebenfalls an den Hochschulen verbreitet werden können.
Aber auch andere Projekte werden anlassbezogen hinsichtlich aller Fragen rund um digitale Barrierefreiheit und assistiver Technologie im Kontext von Studium und Lehre von uns beraten.
Förderung
Das Kompetenzzentrum digitale Barrierefreiheit.nrw wird auf Vorschlag der Digitalen Hochschule NRW (DH.NRW vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW (MWK) gefördert. Eine 3-järhige Einrichtungs- und Erprobungsphase (2022-2025) wurde erfolgreich mit einer externen Evaluation (zum Evaluationsbericht, nicht barrierefreies PDF) abgeschlossen, im Anschluss daran wird in der bis Juni 2029 laufenden Konsolidierungs- und Betriebsphase das Angebotsportfolio weiterentwickelt sowie ein Konzept für einen Dauerbetrieb erarbeitet. In dieser Zeit evaluieren wir regelmäßig systematisch all unsere Angebote und diskutieren unsere Arbeits- und Evaluationsergebnisse mit unserem Projektbeirat. Neben dem Projektbeirat berichten wir regelmäßig der AG der Vizepräsidentinnen Studium und Lehre sowie der AG der Prorektor*innen Studium und Lehre sowie auf Einladung auch in weiteren Gremien der DH-NRW über unsere Arbeit. Im späteren Projektverlauf ist auch eine erneute externe Evaluation vorgesehen.

