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Flashcards


Auf Karten werden Bilder mit Fragen gezeigt, zu denen offene Antworten eingegeben werden. Das Tool kann zur einfachen Wissensabfrage genutzt werden.

Testergebnisse

Stand: April 2025

Die Nutzung mit assistiven Technologien ist barrierefrei möglich. Allerdings bestehen für Screenreader und Tastaturbedienung Einschränkungen bei der der Fokusreihenfolge, auf die die Studierenden hingewiesen werden sollten.

Übersicht: Usability bei verschiedenen Arbeitstechniken

Hilfsmittel/ArbeitstechnikTestergebnisEmpfehlung
Screenreaderfunktioniert zufriedenstellend

o

Tastaturbedienungfunktioniert gut

+

Sprachsteuerung (iOS)
Stand April 2023
funktioniert gut

+

Vergrößerung über Browser (200%)funktioniert gut

+

Vergrößerung mit Zoomtextfunktioniert zufriedenstellend

+

ohne assistive Technologie, hier Dyslexie
Stand: April 2023
funktioniert zufriedenstellend

o

+ = gut geeignet; o = mittelmäßig geeignet, Anpassungen nötig; − = ungeeignet

Das Kompetenzzentrum hat das H5P-Inhaltselement im April 2023 und Februar 2025 getestet. Wenn nicht anders vermerkt, beruhen die Testergebnisse auf den Testungen im Februar 2025.

Hinweise für Nutzer*innen

Screenreadernutzung

Barrieren:

  • Nach Anzeige der Lösung erscheint nach kurzer Zeit die nächste Karte. Automatische Zeitbegrenzungen müssen abschaltbar sein.
  • Bei einer neuen Karte erreicht man nicht zuverlässig als erstes das Bild mit dem Alternativtext. Häufig führt der Fokus zunächst auf den Rahmen um das Bild (der Screenreader sagt „leer“ an).
  • Falsche Fokusreihenfolge: Man landet direkt im Antwortfeld, so dass man aktiv zurücktabulieren muss, um den Alternativ-Text des Bildes wahrnehmen zu können.
  • Nur bei JAWS: Beim Überprüfen der Antwortmöglichkeiten wird das Ergebnis der vorherigen Flashcard vorgelesen, was die Nutzenden verwirren kann.
Screenshot 1: Flashcard

Hinweise für die Nutzung:

  • Bei jeder neuen Karte landet der Screenreader direkt im Formularfeld für die Antwort. Das Foto mit Alternativtext wird übersprungen. Man muss aktiv dorthin zurück navigieren.
  • Der Tipp wird erst nach dem Überprüfen-Button vorgelesen.
  • Nach Anzeige der Lösung erscheint nach kurzer Zeit automatisch die nächste Karte. Deshalb wird die Lösung möglicherweise nicht vollständig vorgelesen.

Tastaturbedienung

Barriere: In der Tastaturreihenfolge wird erst der Button „überprüfen“ angezeigt und dann der Button „Tipp“. Eine umgekehrte Reihenfolge wäre intuitiver.

Sehbeeinträchtigung (Vergrößerung Browser 200 % und ZoomText)

Barrieren:

  • Button „Ergebnis anzeigen“ wird bei Vergrößerung leicht übersehen, da er sehr klein dargestellt ist.
  • Nicht ausreichender Farbkontrast bei der Lösungsübersicht: falsche Wörter sind mit hellroten Buchstaben auf schwarzen Hintergrund nicht kontrastreich genug (Screenshot 2).
Screenshot 2: Ergebnisanzeigen

Usability:

  • Es wäre hilfreich, wenn das Eingabefeld bereits beim Hovern hervorgehoben werden würde.
  • Es wäre hilfreich, wenn die Bilder im Vollbildmodus angezeigt oder vergrößerbar wären.

Dyslexie

Barriere: Plug-in Language Tool funktioniert im Texteingabefeld nicht, da es ein Formularfeld ist.

Empfehlungen für Einstellungen im Sinne des Universal Designs for Learning (Lehrende)

  • Geben Sie im Autor*innen-Tool immer einen Alternativtext für das Bild ein, damit Screenreader auf das Bild zugreifen können. Sie jedes Bild in „Alternativer Text zur Bildbeschreibung (Barrierefreiheit)“.
  • Weisen Sie darauf hin, dass nach der Lösungsanzeige automatisch die nächste Karte erscheint.
  • Fehlerfreundlichkeit: Im Autor*innen-Tool nicht „Auf Groß-/Kleinschreibung achten“ aktivieren.
  • Geben Sie Studierenden mit Dyslexie den Hinweis, dass die Rechtsschreibkorrektur des Language Tools bei Fragestellungen und Zielen nicht funktioniert. Sie können sich behelfen, indem sie mit der rechten Maustaste den Text durch den „Text in Editor“ überprüfen und wieder ins Feld kopieren.

Lizenzhinweis

Zitiervorschlag
„H5P - Ergebnisse der Barrierefreiheits- und Usabiltytests und Empfehlungen zum Einsatz in Studium und Lehre. Kompetenzzentrum digitale Barrierefreiheit.nrw, Technische Universität Dortmund, Stand: April 2025“, Lizenziert unter: CC BY 4.0. 

Ausgenommen von der Lizenz sind verwendete Logos, Bilder und Bedienoberflächen.